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In der Gemeinschaftsverpflegung geht es längst nicht mehr nur ums Kochen. Wer täglich hunderte oder tausende Essen ausliefert, muss Logistik, Hygiene, Kostenkontrolle und Nachhaltigkeit gleichzeitig im Griff haben. Genau hier entstehen oft blinde Flecken, etwa bei der Rückverfolgung von Gastronorm (GN)-Behältern und Thermoports. Digitale Warenwirtschaft für Gemeinschaftsverpflegung ist dabei der Schlüssel, um diese komplexen Anforderungen effizient, transparent und nachhaltig zu steuern. Gemeinsam mit Rieber hat necta deshalb eine Schnittstelle zu Check Trace umgesetzt. Sigrid Walzl hat mit Hubert Starkmann, Geschäftsführer der Rieber Austria GmbH, darüber gesprochen, welches Problem Check Trace löst, warum Behälterverfolgung heute unverzichtbar ist und wie Betriebe konkret davon profitieren.

1. Herr Starkmann, viele kennen Rieber, aber nicht jedes Produkt im Detail. Was ist Check Trace und welches Problem löst es?

Hubert Starkmann: Check Trace ist ein System zur digitalen Rückverfolgung von Gastro-Behältern, insbesondere GN-Behältern und Thermoports. In der Praxis verlieren Caterer immer wieder Behälter, sie kommen nicht zurück, tauchen verspätet auf oder landen bei der falschen Kostenstelle. Das ist ein massives Kostenproblem. Neue Behälter müssen nachgekauft werden, die Kosten lassen sich aber oft nicht sauber verrechnen. Mit Check Trace weiß ich genau, welcher Kunde oder welche Kostenstelle einen Behälter nicht retourniert hat, und kann das auch korrekt weiterverrechnen. Ein weiterer Punkt ist die Kommissionierung: Die läuft heute bei vielen Betrieben noch handschriftlich, oft mit zwei Personen. Check Trace arbeitet mit Scannern, eine Person reicht, Fehlerlieferungen werden massiv reduziert.

2. Warum wird die Rückverfolgung von GN-Behältern für Caterer immer wichtiger?

Hubert Starkmann: Früher war das alles überschaubarer. Der Wirt im Ort hat früher vielleicht 100 Essen an Kindergarten oder Schule geliefert. Heute sprechen wir von Caterern mit 5.000 bis 10.000 Essen pro Tag, zig GN-Behältern und hunderten Thermoports im Umlauf. Ohne digitales System verliert man hier zwangsläufig den Überblick: Was kommt von wem zurück? Was fehlt? Wo ist welcher Behälter gerade im Einsatz? Die Kommissionierung wird extrem aufwendig, deshalb führt an Systemen wie Check Trace heute kein Weg mehr vorbei.

3. Wie wurde die Behälterverfolgung früher gelöst, und wo lagen die größten Probleme?

Hubert Starkmann: Fast ausschließlich manuell. Handschriftliche Listen, Excel-Tabellen, viel Erfahrung, aber keine echte Rückverfolgbarkeit. Dazu kommt die hohe Fehleranfälligkeit. Das schlimmste Szenario ist eine Fehllieferung: Wenn statt Reis plötzlich doppelt so viel Schnitzel geliefert wird, ist das nicht nur ärgerlich, das bedeutet Nachproduktion, zusätzlicher Transport, Personalaufwand, Thermoport-Einsatz. Beim Essen wiegt das viel schwerer. Denn wenn mittags dann kein Essen am Tisch steht, ist das ein echtes Problem.

4. Wie kam es zur Zusammenarbeit zwischen Rieber und necta?

Hubert Starkmann: Ich bin schon länger mit necta in Kontakt. Der konkrete Auslöser war nun ein Projekt mit dem Diakoniewerk Gallneukirchen. Dort wurde die Schnittstelle schnell umgesetzt, und das Feedback war eindeutig: Das Tool funktioniert, das brauchen wir. Die Einrichtung lief reibungslos, es gab kaum Rückfragen. Innerhalb von zwei Wochen war das System produktiv, bis auf eine Kleinigkeit hat alles sofort funktioniert.

5. Welche Anforderungen musste necta erfüllen, damit die Integration möglich war?

Hubert Starkmann: Als digitale Warenwirtschaft für Gemeinschaftsverpflegung bildet necta hier die zentrale Datenbasis, auf der spezialisierte Lösungen wie Check Trace nahtlos aufsetzen können. Ganz zentral war die flexible Schnittstellenkonfiguration. Check Trace braucht Informationen, die die digitale Warenwirtschaft von necta ohnehin schon verarbeitet, also z.B. Produkt, Herkunft, Allergene, Menge, Lieferadresse und vieles mehr. Diese Daten werden von necta an Check Trace übergeben und sind anschließend per QR-Code direkt am Behälter abrufbar. So wird jeder Behälter digital sichtbar, inklusive aller relevanten Informationen.

6. Was verändert sich konkret im Küchenalltag, wenn Check Trace und necta zusammenarbeiten?

Hubert Starkmann: Sehr viel. Früher kamen Informationen aus Excel-Listen: Wie viele Portionen passen in welchen Behälter? Heute ist das systemseitig fix hinterlegt. Check Trace gibt vor, welcher Behälter zu verwenden ist, inklusive Deckel. In der Küche gibt es keine Zettel mehr, sondern Bildschirme mit klaren Anweisungen. In weiteren Ausbaustufen lässt sich sogar die Waage direkt anbinden, sodass der Befüllprozess am Bildschirm angezeigt und bestätigt wird, eine Kamera jeden Befüllvorgang dokumentiert und die Fotos automatisch am digitalen Lieferschein hinterlegt werden. Das schafft maximale Rückverfolgbarkeit und rechtliche Absicherung.

7. Welche Vorteile bringt eine digitale Warenwirtschaft in Kombination mit CheckTrace für Küchenleiter:innen im Alltag?

Hubert Starkmann: Für Küchenleiter:innen bringt die Kombination aus Check Trace und necta vor allem eines: spürbare Entlastung im Alltag. Die Zeitersparnis bei der Kommissionierung ist enorm, und je nach Betriebsgröße kann sogar eine ganze Person eingespart werden. Gleichzeitig entfallen manuelle Berechnungen vollständig, das System gibt klar vor, welcher Behälter wie befüllt wird. Besonders wertvoll ist die volle Transparenz über den Bestand: Man sieht jederzeit, wo sich welcher GN-Behälter befindet und bei wem etwas noch nicht retourniert wurde. Zusätzlich verschwindet die klassische Zettelwirtschaft. Statt Papierlieferscheinen werden QR-Codes genutzt, alle Informationen sind digital dokumentiert. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch Kosten und Fehlerquellen deutlich.

8. Wie trägt die Schnittstelle zu Check Trace zu mehr Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung bei?

Hubert Starkmann: Sehr stark. Ein Edelstahl-GN-Behälter hat bereits nach 60 Tagen einen geringeren CO₂-Fußabdruck als Einwegverpackungen aus Kunststoff. Bei Greensteel-Behältern sogar schon nach rund 28 Tagen, dank alternativer Produktionsverfahren. Edelstahl ist lebensmittelecht, temperaturbeständig, bruchsicher, einfrierbar und frei von Weichmachern. Check Trace bildet gemeinsam mit der digitalen Warenwirtschaft von necta den gesamten logistischen Prozess digital ab, von der Produktion bis zur Rückgabe.

Fazit: Transparenz statt Bauchgefühl

Die Zusammenarbeit zwischen Check Trace und necta zeigt, wie digitale Prozesse in der Gemeinschaftsverpflegung konkret aussehen können: weniger Verluste, weniger Fehler, mehr Transparenz, und spürbare Entlastung für Küchenleiter:innen. Wer heute wachsen will, braucht nicht nur gutes Essen, sondern saubere digitale Abläufe.

 

Autor: Sigrid Walzl | Leitung Marketing necta

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Vielen Dank Herr Starkmann für diese tolle Referenz
Hubert Starkmann

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Hubert StarkmannVertriebs- & Niederlassungsleiter | Sales & Branch Manager
AT | Wien | Vienna
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