Nachhaltigkeit bei Rieber – Verantwortung mit System

Nachhaltigkeit ist für uns kein einzelnes Projekt, sondern Teil unseres unternehmerischen Handelns. Als familiengeführtes Unternehmen verbinden wir technologische Entwicklung, langlebige Produkte, digitale Systeme und verantwortungsvolle Prozesse mit unserem Anspruch, ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig zu wirtschaften. Dieser ganzheitliche Ansatz ist bereits in unserer Unternehmenspolitik verankert.

Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Produkte, sondern den gesamten Prozess der professionellen Speisenversorgung – von Materialien und Produktion über Transport und Mehrweg bis hin zu digitalen Anwendungen und neuen Unternehmensfeldern. So verbinden wir unsere unterschiedlichen Kompetenzen mit dem Ziel, Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen, Kreisläufe zu stärken und nachhaltige Lösungen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Diesen Anspruch entwickeln wir am Standort Reutlingen systematisch weiter. Hier richten wir unser Nachhaltigkeitsmanagement am ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften 2026 aus. Der Standard gibt uns einen strukturierten Rahmen, um wesentliche Nachhaltigkeitsthemen zu identifizieren, messbare Ziele festzulegen, Maßnahmen umzusetzen und unsere Fortschritte kontinuierlich zu überprüfen. Gleichzeitig orientieren wir uns an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen und zeigen, wie unsere unterschiedlichen Unternehmensbereiche zu ausgewählten Nachhaltigkeitszielen beitragen.

Was für uns wesentlich ist

Nachhaltigkeit bedeutet für uns, dort anzusetzen, wo wir als Unternehmen tatsächlich Wirkung entfalten können. Deshalb betrachten wir regelmäßig die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Chancen und Risiken, die sich für unser Unternehmen und unsere Wertschöpfungsketten ergeben.

Dabei berücksichtigen wir auch die Perspektiven relevanter Anspruchsgruppen. Aus dieser Wesentlichkeitsanalyse leiten wir unsere zentralen Nachhaltigkeitsthemen, Ziele und Maßnahmen ab und überprüfen sie regelmäßig auf ihre Aktualität und Wirkung.

Die Ergebnisse bilden die Grundlage für unsere Nachhaltigkeitsziele und helfen uns zugleich dabei, unsere Aktivitäten ausgewählten Sustainable Development Goals zuzuordnen.

Unsere Unternehmensbereiche – unterschiedliche Kompetenzen, gemeinsame Verantwortung

Die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen bilden einen internationalen Rahmen für nachhaltige Entwicklung. Unsere Unternehmensbereiche setzen an unterschiedlichen Stellen der Wertschöpfung an – von der Lebensmittelproduktion über langlebige System- und Materiallösungen bis hin zu digitalen Prozessen.

Die ausgewählten SDGs zeigen, zu welchen Nachhaltigkeitszielen unsere jeweiligen Aktivitäten einen Beitrag leisten.

Rieber | Eisfink
Rieber und Eisfink mit thermoport und GN-Mehrwegbehältern – Beitrag zu SDG 4, 8 und 12

Rieber und Eisfink verbinden langjährige Fertigungs- und Systemkompetenz mit kontinuierlicher Weiterentwicklung. Qualifizierte Mitarbeitende, Wissenstransfer und langlebige Lösungen bilden dabei wichtige Grundlagen unseres nachhaltigen Handelns.

SDG 4 – Hochwertige Bildung
Ausbildung und Wissenstransfer sind wichtige Bestandteile unserer Unternehmensentwicklung. Wir fördern die Weitergabe von technischem Know-how und schaffen damit die Grundlage, Kompetenzen langfristig im Unternehmen zu sichern und weiterzuentwickeln.

SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Qualifizierte, motivierte und engagierte Mitarbeitende sind für uns ein zentraler Erfolgsfaktor. Deshalb setzen wir auf sichere und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen, persönliche Weiterentwicklung und die präventive Förderung der physischen und psychischen Gesundheit.

SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Robuste Materialien, hohe Recyclingfähigkeit und standardisierte Gastronorm-Systeme bilden die Grundlage für langlebige und wiederverwendbare Lösungen. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen und die Vermeidung von Abfällen.

Rieber | Alinox
SWISS|PLY Mehrschichtmaterial von Rieber Alinox – Beitrag zu SDG 7, 9 und 12

Rieber | Alinox verbindet langjährige Werkstoffkompetenz mit innovativer Mehrschichtmaterial-Technologie. Mit SWISS|PLY werden unterschiedliche Materialeigenschaften gezielt kombiniert, um effiziente Lösungen für Wärme- und Kälteprozesse zu schaffen.

SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie
Mit unserem SWISS|PLY-Mehrschichtmaterial optimieren wir die Wärme- und Kälteübertragung in unterschiedlichen Anwendungen. Dadurch können Energie- und Reinigungsaufwand innerhalb von Küchen- und Produktionsprozessen reduziert werden.

SDG 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur
Die gezielte Verbindung unterschiedlicher Metalle ermöglicht neue technische Lösungen und Anwendungen. So verbinden wir langjährige Materialkompetenz mit kontinuierlicher Innovation und technologischer Weiterentwicklung.

SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Ein bewusster Umgang mit Materialien und Ressourcen beginnt bereits bei der Produktentwicklung. Mit langlebigen Werkstoffen und effizienten Materiallösungen schaffen wir die Grundlage für ressourcenschonende Prozesse und eine langfristige Nutzung unserer Produkte.

CHECK CLOUD
Digitale Rückverfolgung von GN-Mehrwegbehältern mit CHECK CLOUD – Beitrag zu SDG 2, 9 und 12

CHECK CLOUD verbindet Lebensmittel, Behälter, Geräte und Informationen digital miteinander. Von der HACCP-Dokumentation bis zur Mehrwegorganisation schafft die Plattform Transparenz entlang der professionellen Speisenversorgung.

SDG 2 – Kein Hunger
Eine sichere Lebensmittelversorgung benötigt kontrollierte und nachvollziehbare Prozesse. Mit CHECK HACCP können relevante Informationen zu Hygiene und Lebensmittelsicherheit digital dokumentiert und transparent organisiert werden.

SDG 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur
Mit CHECK CLOUD erweitern wir klassische Küchen- und Mehrwegsysteme um digitale Funktionen. QR-Codes, Sensorik und vernetzte Informationen verbinden Produkte und Prozesse und schaffen die Grundlage für transparente digitale Abläufe.

SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Mit CHECK TRACE können GN-Mehrwegbehälter eindeutig identifiziert und rückverfolgt werden. So lassen sich wiederverwendbare Behälter systematisch organisieren und Informationen zu Inhalt, Standort und weiteren Prozessdaten digital miteinander verknüpfen.

urbanfarmup
Microgreens im Vertical-Farming-System von urbanfarmup – Beitrag zu SDG 2, 6 und 12

urbanfarmup verbindet moderne Vertical-Farming-Technologie mit einer ressourcenschonenden Lebensmittelproduktion. Microgreens werden ganzjährig auf mehreren Ebenen und auf kompakter Fläche kultiviert. Die Vertical Farm nutzt bestehende Flächen und verbindet Lebensmittelproduktion mit effizienten Prozessen und Mehrwegsystemen.

SDG 2 – Kein Hunger
Vertical Farming ermöglicht eine kontrollierte und ganzjährige Produktion unabhängig von Wetter und Saison. Damit entwickeln wir neue Ansätze für eine lokale und verlässliche Versorgung mit frischen Lebensmitteln.

SDG 6 – Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
Unser Vertical-Farming-Konzept ermöglicht einen besonders ressourcenschonenden Umgang mit Wasser und reduziert den Wasserverbrauch gegenüber konventionellem Anbau um bis zu 95 %.

SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Wir verbinden eine kompakte Flächennutzung mit bedarfsgerechter Produktion und wiederverwendbaren Systemen. Von Anbau und Ernte bis zur Bereitstellung in der professionellen Küche setzen wir auf Mehrweglösungen und vermeiden Einwegplastik, wo dies möglich ist.

Nachhaltigkeit ganzheitlich denken

Unsere Unternehmenspolitik bildet die Grundlage unseres Handelns. Über unser integriertes Managementsystem entwickeln wir Qualität, Umweltbewusstsein, Energiemanagement, Gesundheitsschutz sowie Informations- und Datensicherheit kontinuierlich weiter. Gleichzeitig berücksichtigen wir gesetzliche Anforderungen und verbindliche Standards in unseren Prozessen.

Nachhaltigkeit umfasst für uns dabei drei miteinander verbundene Dimensionen:

Umwelt – Kreisläufe gemeinsam stärken

Umwelt – Kreisläufe gemeinsam stärken

Unser Ziel
Mehrweg ist eine unserer zentralen Systemkompetenzen. Mit langlebigen GN-Behältern, standardisierten Prozessen und digitaler Rückverfolgbarkeit schaffen wir die Grundlage für funktionierende Mehrwegkreisläufe in der professionellen Speisenversorgung.

Unser Ziel ist es, dieses Netzwerk kontinuierlich auszubauen und jedes Jahr mindestens zwei neue Kooperationspartner zu gewinnen, mit denen wir unsere Mehrweglösungen in weitere Anwendungen und Kreisläufe bringen.

Als Kooperationspartner verstehen wir Unternehmen und Organisationen, mit denen wir unsere Mehrweglösungen technisch oder organisatorisch vernetzen. Dies geschieht beispielsweise durch Schnittstellen zu Systemen für ERP, Warenwirtschaft, Logistik oder Pooling. Eine reine Kundenbeziehung zählt nicht als Kooperation im Sinne dieses Ziels.

Unsere Kennzahl
Basisjahr: 2026
Ausgangswert: 4 Kooperationspartner
Jahresziel: mindestens 2 neue Kooperationspartner (ab 2027)
Aktueller Stand: 0 von 2
Zielerreichung: 0 %

Unsere Maßnahmen
Wir bauen unser Mehrwegnetzwerk gezielt aus und bringen gemeinsam mit Partnern bestehende Systemlösungen in neue Anwendungen. Dabei verbinden wir langlebige GN-Behälter, standardisierte Prozesse und digitale Rückverfolgbarkeit zu funktionierenden Mehrwegkreisläufen. So möchten wir Einweglösungen vermeiden, die Wiederverwendung fördern und Mehrweg dauerhaft in der professionellen Speisenversorgung verankern.

Unser CO₂-Vergleich zeigt anhand eines konkreten Nutzungsszenarios die Unterschiede zwischen GN-Mehrwegbehältern und Einweg-Kunststoffbeuteln.

Zum CO₂-Vergleich von Mehrweg und Einweg

Wirtschaftliche Verantwortung – Innovation fördern

Wirtschaftliche Verantwortung – Innovation fördern

Unser Ziel
Innovation entsteht dort, wo Erfahrung, Wissen und neue Ideen zusammenkommen. Deshalb möchten wir die Innovationskraft unserer Mitarbeitenden aktiv nutzen und sie stärker in die Weiterentwicklung unseres Unternehmens einbeziehen.

Unser Ziel ist es, jedes Jahr mindestens drei Ideen aus der Belegschaft erfolgreich umzusetzen, die unsere Produkte, Prozesse, Dienstleistungen oder unser nachhaltiges Wirtschaften weiterentwickeln.

Unsere Kennzahl
Basisjahr: 2025
Ausgangswert: 3 umgesetzte Ideen
Jahresziel: mindestens 5 umgesetzte Ideen (ab 2026)
Aktueller Stand 2026: 3 von 5
Zielerreichung: 60 %

Unsere Maßnahmen
Wir schaffen Strukturen, in denen Mitarbeitende Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen, gemeinsam weiterentwickeln und zur Umsetzung bringen können. Die Vorschläge werden hinsichtlich ihres Nutzens und ihrer ökologischen, ökonomischen oder sozialen Wirkung betrachtet. Geeignete Ideen werden in konkrete Projekte, Prozessverbesserungen oder neue Lösungen überführt.

Verantwortung in der Lieferkette

Nachhaltigkeit endet für uns nicht am Werkstor. Deshalb beziehen wir auch unsere Lieferanten und Partner in unser Verständnis von verantwortungsvollem Wirtschaften ein.

Bei der Auswahl und Zusammenarbeit mit Lieferanten berücksichtigen wir neben Qualität, Liefersicherheit und Wirtschaftlichkeit zunehmend auch ökologische und soziale Kriterien. Dazu gehören unter anderem Umwelt- und Klimaschutz, faire Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit, die Achtung der Menschenrechte sowie integres und gesetzeskonformes Handeln.

Mögliche Risiken in relevanten Liefer- und Wertschöpfungsketten bewerten wir im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsmanagements systematisch. Wo erforderlich, leiten wir Maßnahmen ab und entwickeln unsere Anforderungen und Bewertungsprozesse kontinuierlich weiter.

Unser Ziel ist es, Transparenz in der Lieferkette weiter zu erhöhen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit unseren Partnern nachhaltige und langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Hinweise auf mögliche Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben, Menschenrechte oder unsere Verhaltensgrundsätze können über unsere vorgesehenen Meldewege vertraulich eingereicht werden.

Unser nächster Schritt:
Nachhaltigkeitskriterien sollen künftig noch stärker in die Bewertung relevanter Lieferanten integriert und durch messbare Kennzahlen begleitet werden.

Soziale Verantwortung – Gesundheit fördern

Soziale Verantwortung – Gesundheit fördern

Unser Ziel
Die Gesundheit unserer Mitarbeitenden ist eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Deshalb möchten wir die physische und psychische Gesundheit präventiv fördern und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen kontinuierlich weiterentwickeln. Dabei sind uns ein wertschätzendes Miteinander, Chancengleichheit und die langfristige Beschäftigungsfähigkeit unserer Mitarbeitenden besonders wichtig.

Mit dem Rieber Gym bieten wir unseren Mitarbeitenden die Möglichkeit, Bewegung und Training in ihren Alltag zu integrieren. Unser Ziel ist es, die Anzahl der Nutzer ab 2027 jährlich um mindestens 10 % gegenüber dem Vorjahr zu steigern.

Unsere Kennzahl
Basisjahr: 2026
Ausgangswert: 110 Mitarbeitende
Zielwert: +10 % jährlich gegenüber dem Vorjahr (ab 2027)
Zielerreichung: 0 %

Unsere Maßnahmen
Wir möchten mehr Mitarbeitende für die Nutzung des Rieber Gyms gewinnen. Dazu machen wir das Angebot intern stärker bekannt, erleichtern den Einstieg in das Training und berücksichtigen Rückmeldungen unserer Mitarbeitenden bei der Weiterentwicklung des Angebots. So möchten wir regelmäßige Bewegung fördern und einen Beitrag zur langfristigen Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit leisten.

Ergänzend entwickeln wir unsere betriebliche Gesundheitsförderung kontinuierlich weiter. Dabei berücksichtigen wir körperliche und psychische Belastungen gleichermaßen und setzen auf präventive Angebote sowie gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen.

Nachhaltigkeit systematisch steuern

Damit aus unserem Nachhaltigkeitsverständnis konkrete Wirkung entsteht, ist Nachhaltigkeit fest in unseren Unternehmens- und Managementprozessen verankert. Die strategische Verantwortung liegt bei der Geschäftsleitung, die operative Koordination erfolgt durch das Nachhaltigkeitsmanagement gemeinsam mit den relevanten Fachbereichen.

Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen werden regelmäßig überprüft und mindestens einmal jährlich auf Managementebene bewertet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung unseres Nachhaltigkeitsmanagements ein.

Erfahren Sie mehr über Rieber

Was treibt uns. Qualität. Digitalisierung. Service. Kernkompetenzen.

published
Nachhaltigkeit weiterdenken

Nachhaltigkeit ist für uns ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess.

Mit langlebigen Produkten, verantwortungsvoller Materialnutzung, Mehrwegsystemen, digitalen Lösungen und der Weiterentwicklung unseres Nachhaltigkeitsmanagements verbinden wir heute unterschiedliche Kompetenzen innerhalb unserer Unternehmensgruppe.

Unser Ziel ist es, diese Stärken zusammenzuführen und gemeinsam mit Mitarbeitenden, Kunden, Lieferanten und Partnern Lösungen zu entwickeln, die langfristig ökologisch, ökonomisch und sozial tragfähig sind.

Rieber – Nachhaltigkeit mit System.

Nachhaltigkeit gemeinsam weiterdenken
Marius Finkler

Sie haben Fragen zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie, zum ZNU-Standard oder zu unseren konkreten Zielen und Maßnahmen? Dann wenden Sie sich jederzeit an mich.

Marius FinklerQualitätswesen | Nachhaltigkeitsmanagement
Reutlingen